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Unverschämt eingängig
„One Step Closer” haben Myron ihr zweites Album getauft - perfekte Poprocksongs für Ohr und Herz! Bei unzähligen Live-Konzerten hat das sympathische Basler Duo seine Songwriter-Skills weiter geschärft und in aller Ruhe an neuen Songs gefeilt, die das Versprechen locker erfüllen, das Myron letztes Jahr mit ihrer chartserprobten Debüt-CD „On Air” gegeben haben.
Kaum eine andere Schweizer Band hat 2008 mehr Auftritte absolviert als Myron, das charismatische Basler Poprock-Duo. Mit dem Charts-Debüt „On Air” im Gepäck, traten Manuel Gut und Chris Haffner überall auf, wo es eine Steckdose gab. Manchmal kamen die zwei auch ohne Bühne oder Garderobe aus. Beklagen möchten sich Myron deswegen nicht, denn die beiden Nordwestschweizer sind Vollblutmusiker, die das Musikerherz auf dem rechten Fleck tragen. „Wir sind rundum happy, wie das Jahr für uns gelaufen ist”, strahlt Sänger Manuel Gut. „Wir waren erstaunt, wie gut unsere Songs bei den Konzertbesuchern angekommen sind, vor allem die akustischen Gigs im kleinen Rahmen haben sehr viel Spass gemacht.” Die unzähligen Auftritte in intimen Venues gehören sicher ebenso zu den Highlights des Jahres 2008 wie die Top-Ten-Platzierung des CD-Erstlings „On Air” in den Schweizer Album-Charts. Als absoluter Höhepunkt bleibt aber sicher der Abend mit R.E.M. in Erinnerung, als die Schweizer Poprocker in Locarno am „Moon And Stars”-Festival die amerikanischen Rock-Legenden supporten durften. „Michael Stipe mag unsere Musik”, frohlockt Chris Haffner. „Das erfüllt uns mit grossem Stolz”.
Abgehoben sind Myron deswegen nicht. Die beiden sind ja nicht ausgezogen um Stars zu werden, sondern um Menschen mit ihrer Musik zu bewegen. Das ist ihnen im letzten Jahr ein ums andere Mal gelungen, das soll auch in Zukunft so sein. Mit vielen Ideen im Köcher, die schon bei den Aufnahmen zu „On Air” entwickelt worden waren, zusammen mit brandneuen Songs, machten sich Myron im Spätherbst an die Aufnahmen für „One Step Closer”. Einen Schritt näher zur Essenz ihrer Songs wollten die beiden kommen. Das ist unseren Poprock-Helden auch von A-Z gelungen. Fokussierter hätten sie diesmal die Songs arrangiert und instrumentiert, sich bewusst Zeit genommen, um die Songs in aller Ruhe reifen zu lassen. Die Bandbreite verblüfft ausserdem, Grenzen sind für Myron da, um locker übersprungen zu werden. An den Reglern sass Fred Hermann (Bligg, Sandee), der schon das Debüt betreut hatte und längst ein guter Freund von Myron ist. Ideen wurden verworfen, anderes ist dazu gekommen, die Zeit für Experimente haben sich Myron bewusst genommen.
Deshalb ist „One Step Closer” auch kein musikalischer Neubeginn, sondern eine bewusste Weiterentwicklung des typischen Myron-Sounds, der unverschämt eingängig daher kommt, die gesamte Gefühlspalette ausrollt und vom ersten Ton an berührt. Das Duo Gut/Haffner hat es einmal mehr geschafft, Songs mit hohem Wiedererkennungswert zu kreieren, die problemlos in der einheimischen und internationalen Radio-Landschaft für wohlige Ohrenschmeichler sorgen. Myron schreiben aber keine Hits nach einer bestimmten Formel, sie schreiben einfach instinktiv jene Musik, die sie gerne selber hören möchten. Der Mix stimmt erneut: auf „One Step Closer” treffen gut abgehangene Herzschmerz-Balladen mit Widescreen-Format auf beschwingte Poprock-Nummern, locker aus dem Ärmel geschüttelte Riffs, funkig angehauchten Soul und eine grosszügige Prise Countrypop im Stil ihrer Vorbilder Rascal Flatts. Da ist alles dabei, was den Reiz von Myron ausmacht, demnächst auch wieder auf einer Konzertbühne ihrer Wahl zu erleben.
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